Rüdiger
Probst wurde am 20.04.1960 in Stendal geboren.
Seinen
ersten öffentlichen Auftritt hatte er 1970 in der Manege des elterlichen
Zirkus Probst als Jockey-Reiter. Bei dieser Darbietung wirkten unter anderem
auch seine Schwestern Mercedes und Maike, sowie Schwager Jörg mit
und feierten als Geschwister Probst große Erfolge. Bis zum Jahr
1995 war Rüdiger Probst als Artist mit einer solchen Nummer tätig,
die er im Lauf der Zeit ständig verbessern konnte. Der Salto von
Pferd zu Pferd und der Salto
|
 auf dem Pferd
waren die Höhepunkte seiner Darbietung. 1975 – 1980 zeigten
die Geschwister Probst bei Engagements in Polen ihr Können.
In
den 80er Jahren ritt Rüdiger Probst mit seiner Cousine zudem ein
Pas de Deux auf kraftvollen Kaltblutpferden.
Seit
1981 ist Rüdiger Probst als Tierlehrer tätig. Zunächst
begann er mit Ponys und Pferden. Bald darauf kamen schon Exoten und seine
Bären dazu. |
Besonders
spektakulär ist, dass Rüdiger Probst seine Braunbären ohne
Zentralkäfig vorgeführt hat. Es bedarf viel Einfühlungsvermögen
diese unberechenbaren Raubtiere in einer facettenreichen Dressur so vorzuführen,
dass sie sich spielerisch, erhaben und kraftvoll in der Manege bewegen.
Einen einzigartigen Trick zeigte Rüdiger Probst mit seiner Peggy.
Die liegende Bärin hielt den auf Händen stehenden Artisten!
Bruni begeisterte mit ihrem Balancegefühl, lief im Handstand sogar
eine Treppe hinunter. 
|
 Absolutes Vertrauen
zu ihrem Tierlehrer bewies die Braunbärin Grica, die sich gern mal
auf den Arm nehmen ließ – oder besser: auf die Schultern.
Jerry war der Liebling der Kinder. Fast immer fing er den Ball, den ihm
ein kleiner Logengast zuwerfen durfte.
Pat und Jimmy zeigten ihre Bärenkräfte und hielten die Balancierstange
hoch, an der Rüdigers Assistentin ihr Können darbieten konnte.
Nach 20 Jahren beendete Rüdiger Probst Ende 2002 seine Karriere als
Bärentrainer. |
Rüdiger
Probst`s Exotenzüge bildeten stets einen der Glanzpunkte im Programm
des Zirkus Probst. Kamele, Lamas, Guanakos, Esel, Wasserbüffel, Yaks,
Schottische Hochlandrinder, … immer andere Tiere in ständig
neuen Kombinationen brachte und bringt Rüdiger Probst in die Manege.
Derzeit arbeitet er mit Kamelen, Lamas, Antilopen und Zebras. Die sechs
Kamele eröffnen die Darbietung. Nach einer temporeichen Laufarbeit
legen
|
 sie sich nieder
für den Auftritt der sprunggewaltigen Lamas. Die Elenantilopen Laura
und Felix bewegen sich dann mit unnachahmlicher Eleganz in der Manege.
Sie sind derzeit die einzigen dressierten Exemplare in Europa. Trotz ihrer
Größe absolvieren sie Sprünge und zeigen sich anschließend
gemeinsam mit den Zebras. Der springende und steigende Lamahengst Oskar
ist zweifellos Höhepunkt und Abschluss des aktuellen Exotenzugs. |
Raubtiere
der große Traum von Rüdiger Probst. Zunächst bekam er
nicht die Chance Tiger oder Löwen vorzuführen. Doch das änderte
sich 1992. Zu diesem Zeitpunkt begann Rüdiger Probst gemeinsam mit
seiner Schwester Mercedes eine gemischte Raubtiergruppe vorzuführen.
Diese Darbietung war zuvor von einem anderen hervorragenden Tierlehrer
– Karl-Heinz Behring – dressiert und zusammen mit seiner Frau
Kathleen gezeigt worden. Die Dressur beinhaltete die faszinierende Mischung
von Tigern, Löwen, Bären, Ponys, Doggen und einem Ziegenbock.
Später
stellte Rüdiger Probst eine neue Raubtiergruppe mit zwei Löwinnen
und 4 Tigern zusammen. Diese führte er über viele Jahre erfolgreich
mit seiner Schwester Mercedes vor. Sarah, Malindy, Tina, Taiga, Madras
und Khan zeigten ein reiches Repertoire an Sprüngen und Pyramiden.
Ein Höhepunkt dieser Darbietung war der Weitsprung der Löwendame
Sarah, die eine Distanz von sieben Metern mit einem Satz überwinden
konnte.
Seit
1998 arbeitet Rüdiger Probst mit seinen einzigartigen Sibirischen
Tigern. Alle Tiere wurden im Zirkus Probst geboren und zum Teil mit der
Flasche aufgezogen. Heute bringen die beeindruckenden Schönheiten
einen unnachahmlichen Hauch von Exotik und Gefahr in die Manege. Und auch,
wenn Rüdiger jeden seiner Tiger anfassen und auf einem sogar sitzen
kann, sie sind und bleiben unberechenbare Raubkatzen. Die unterschiedlichen
Sprünge, Pyramiden, Ablieger und Hochsitzer zeigen den hohen  |
 Leistungsgrad
dieser Dressur. Im Moment sind acht Sibirische Tiger in der Probst-Manege
zu bewundern. Amanda, die Schmusekatze, kuschelt gern mit ihrem Tierlehrer.
Genauso gern treibt sie ihn aber auch zur Verzweiflung, weil sie ihren
Dickkopf durchsetzen muss und nur das macht, was sie gerade möchte.
Artus ist ein lieber Tigerkater. Er und sein Bruder Khan sind die größten
und mächtigsten Tiger der Darbietung. Während Artus zuverlässig
ist und stets die gewünschten Abläufe zeigt, ist Khan dagegen
ein Draufgänger, der seinen Tierlehrer gern einmal herausfordert.
Das nutzt Rüdiger Probst geschickt für den Schlusstrick, bei
dem sich der riesige Khan drei Meter hoch aufrichtet.
Dava ist Khan`s kleine Schwester und ebenfalls hin und wieder recht angriffslustig.
Raika ist die verspielteste Katze und springt auch gern mal einem ihrer
Geschwister in den Rücken oder zwickt die in den Schwanz.
Baikal ist ein ruhiger Tigerkater. Auf Kommando springt er gleichzeitig
mit Rocky so ab, dass dass sich die beiden Tigerin der Luft kreuzen. Zweifellos
ein Höhepunkt der Darbietung.
Rocky ist ein sehr sensibler Tigerkater und Vater der jüngsten Tiger:
Taiga, Kira und Rani.
Während Taiga bereits mit in der Manege zu sehen ist, lernen ihre
jüngeren Schwestern noch mit unendlich viel Geduld und Fleischstückchen,
den Gesten und Worten ihres Dompteurs zu folgen.
Jedes
Tier ist einzigartig in seinem Wesen und seinen Fähigkeiten. Die
Aufgabe des Tierlehrers ist es, Stärken zu erkennen und zu fördern,
was Rüdiger Probst meisterlich beherrscht.
Egal
ob Pferde, Exoten, Bären oder Raubkatzen - Jahre der Arbeit und stetige
Proben sind nötig, bis eine Dressur so ausgereift ist, dass sie in
der Manege dem Publikum präsentiert werden kann.
|